Diese 11 Haie leben im Mittelmeer

Haie im Mittelmeer

Welche Haie leben eigentlich im Mittelmeer? Hast Du dich das auch schon mal des öfteren gefragt? Damit bist Du nicht allein. Immerhin möchte man ja auch gerne wissen, was da unten so alles auf einen warten könnte.

Neben den Sandtigerhaien kommen Hammerhaie, Kurzflossenmakohaie, Riesenhaie, Katzenhaie, Blauhaie aber auch Weiße Haie im Mittelmeer vor.

Um einen dieser Haie im Mittelmeer zu begegnen muss aber schon eine ordentlich Portion Glück mit dazu gehören. Ja, gelegentlich kommt es natürlich mal vor, dass zum Beispiel ein Weißer Hai um Mallorca herum gesichtet wird, aber das ist eine absolute Ausnahme. Die meisten dieser Haie im Mittelmeer sind nämlich keine Küsten- oder Riffbewohner, sondern Sie tummeln dich draußen auf hoher See.

Um mit ihnen zu Schnorcheln ist so gut wie immer ein Boot erforderlich, oder es muss eine spezielle Tour gebucht werden, bei denen gezielt zu den Haien aufs offene Mittelmeer raus gefahren wird. Bei all meinen Trips an Mittelmeer hatte ich leider bisher nie das Vergnügen auf einen dieser Haie zu treffen….

Gucken wir uns aber jetzt mal die genannten Haie an, die es im Mittelmeer so gibt.

Viel Spaß beim Lesen.

Die Haie im Mittelmeer

Haie im Mittelmeer

Weiße Haie

Größe: bis zu 7m

Gewicht: bis zu 3,5t

Gefährlichkeit: potentiell gefährlich

Vorkommen: Hochseehai

Der Weiße Hai gilt spätestens seit dem gleichnahmigen Film als gefürchtete Ausgeburt der Hölle. Das das aber auch anders sein kann und er sogar friedlich neben dir herschwimmen kann beweist das Video unten.

Natürlich ist der Schock erst einmal groß, einen solchen Brocken zu Gesicht zu bekommen….da geht es mir genauso wie dir. Ich würde wahrscheinlich erst einmal das Atmen für mehrere Minuten vergessen. Der Atemreiz würde vermutlich völligst ignoriert – so heftig er auch werden mag. Wenn dazu noch das Wasser leicht trübe ist und Du den Weißen Hai nur schemenhaft erkennen kannst….die berühmten Schauermärchen. Auweia.

Dennoch können wir davon ausgehen, dass wir ihn sehr wahrscheinlich niemals zu Gesicht bekommen, da sich diese Haie eigentlich kaum in Küsten- oder Strandnähe im Mittelmeer aufhalten. Trotzdem gibt es natürlich woanders auch Strände, an denen akut vor einem potentiell gefährlichem Wasserbesuch gewarnt wird, wie in Amerika, Australien oder Südafrika. Im Mittelmeer trifft dies aber nicht zu. Mir ist im Mittelmeer kein Ort bekannt, an dem aktiv vor diesen Haien gewarnt wird.

Durch den Weißen Hai sind weltweit ca. 330 Angriffe bekannt, wovon letztenendes leider 52 tödlich endeten.

Kein anderer Hai fordert bisweilen mehr Menschenleben, als der Weiße Hai.

Kurzflossen Makohaie

Größe: bis zu 4m

Gewicht: bis zu 500kg

Gefährlichkeit: potentiell gefährlich

Vorkommen: Küstennah in Tiefen bis 150m

Der Kurzflossen Maskohai ist der schnellste seiner Art. Mit bis zu 80km/h schneidet er sich förmlich durchs Wasser, wie ein heißes Messer durch ein Stück Butter. Aber natürlich nicht, um dich als Mensch zu verspeisen. Auf dem Speiseplan der Kurzflossen Makohaie stehen Thunfische, Makrelen und Schwertfische. Gelegentlich auch andere kleinere Haiarten.

Makohaie sehen aufgrund ihrer Schnauzenform mit den nach außen ragenden Zähnen relativ beängstigend aus, keine Frage. Da sich die Makohaie meistens in tieferen Regionen bis 150 m Tiefe aufhalten, wirst du diesen Hai sehr wahrscheinlich niemals zu Gesicht bekommen.

Einigen Hochseeanglern ist dieser Hai allerdings schon einmal wegen seiner hohen Geschwindigkeit förmlich aus dem Wasser und direkt ins Boot gesprungen.

Aufgrund seiner Größe und dem Gewicht des Makohais ist er natürlich potentiell gefährlich, auch wenn bisher wenig bis keine Hai Angriffe durch ihn verzeichnet wurden.

Der Kurzflossen Makohai verbucht insgesamt 9 Angriffe auf einen Menschen – einer davon verlief leider tödlich.

Heringshaie

Größe: bis zu 3m

Gewicht: bis zu 200kg

Gefährlichkeit: gefährlich, aber keine bekannten Unfälle

Vorkommen: Hochseehai mit seltenem Aufenthalt in Küstenregionen

Die Heringshaie erinnern sehr stark an den verwandten großen Bruder, dem Weißen Hai. Er sieht beinahe aus, wie eine Miniaturvariante dessen, wodurch er natürlich leicht verwechselt werden kann.

Der Heringshai fühlt sich besonders in kühleren Wasserschichten wohl, wodurch er normalerweise eher in tieferen Regionen bis 700m zu finden ist.

In Sommermonaten kann es dennoch vorkommen, dass der Heringshai in flacheren Regionen anzufinden ist, wodurch dann manche dieser Haie im Mittelmeer auf zum Beispiel Taucher treffen könnten.

Weltweit sind lediglich 2 Angriffe durch einen Heringshai bekannt – wovon keiner tödlich endete.

Das ist doch mal ein nettes Resüme.

Sandtigerhaie

Größe: ca. 2-3m

Gewicht: bis zu 100kg

Gefährlichkeit: relativ ungefährlich

Vorkommen: Küstennah

Die Sandtigerhaie kommen in fast allen wärmeren Weltmeeren vor. Da das Mittelmeer auch relativ warm ist, finden diese Haie im Mittelmeer optimale Bedingungen zum Leben.

Die Weibchen der Sandtigerhaie werden meistens etwas größer als deren männliche Artgenossen, bei denen die maximale Körpergröße bei ca. 2,6 Meter liegt. Die Weibchen erreichen knapp über 3 Meter Körperlänge.

Sandtigerhaie halten sich tagsüber gene in Höhlen auf, in denen Sie sich regungslos erholen und auch schlafen.

In Küstennähe sind die Sandtigerhaie bevorzugt am Meeresboden anzufinden. An küstenfernenen Orten bewohnen Sie gerne mal Korallen- und Felsenformationen, die zum Einen als Jagd- aber auch als Rückzugsgebiet fungieren.

Ja, ich geb dir Recht. Die nach vorne herausragenden Zähne des Sandtigerhais vermitteln einen agressiven und blutrünstigen Eindruck. Einigen Aquarienbecken dient der Sandtigerhai mit seinem bösen und gruseligem Blick als Attraktion, obwohl der Sandtigerhai aber normalerweise ziemlich ungefährlich ist.

Angriffe durch den Sandtigerhai verliefen alle glimpflich. 36 weltweite Angriffe wurden hier in der International Shark Attack File durch den Sandtigerhai dokumentiert.

Keiner davon verlief tödlich.

Blauhaie

Größe: bis zu 3,4m

Gewicht: bis zu 200kg

Gefährlichkeit: neugierig und potentiell gefährlich

Vorkommen: Hochseehai

Blauhaie sind Haie im Mittelmeer, die aber meistens ausschließlich auf offener See zu finden sind. Nur mit ganz wenigen Ausnahmen kommen sie in Küstennähe wie es auf Mallorca ja schon gelegentlich passiert ist. Hier sind die Blauhaie aber meistens geschwächt und ganz und gar nicht gefährlich.

Blauhaie sind durch ihren dünnen und hellblauen Körper oft sehr gut zu erkennen. Im offenen Meer sind sie allerdings neugierig und kommen auch gerne mal auf Tuchfühlung.

Angriffe durch den Blauhai sind unglaublich selten, da er sich meistens auf hoher See aufhält. Dennoch sind 13 Angriffe bekannt, von denen 4 tödlich endeten.

Um mit einem Blauhai zu Schnorcheln bzw. zu Tauchen ist meistens ein Bootsausflug aufs offene Meer notwendig. Solche Ausflüge kannst Du zum Beispiel unter anderem auf den Azoren buchen.

Hammerhaie

Größe: bis zu 6,1m

Gewicht: bis zu 450kg

Gefährlichkeit: potentiell gefährlich

Vorkommen: Küsten- und Hochseehai

Es gibt eine Vielzahl von unterschiedlichen Hammerhaien. Einige sind wirklich riesig, wie der Große Hammerhai – andere widerum sind echt winzig und können keiner Fliege was zuleide tun.

Die Angriffe des Hammerhais halten sich in Grenzen, obwohl er ganz schön groß und mächtig werden kann. Mit insgesamt 16 verzeichneten Angriffen auf einen Menschen war bisher kein Todesfall dabei.

Trotzdem kommen sehr wahrscheinlich durch die klimatischen Veränderungen auch immer größer werdende Haie in das Mittelmeer.

So kann es auch vorkommen, dass Du während deiner Schnorchel- und Tauchausflüge auf einen dieser Haie im Mittelmeer triffst. Die Hammerhaie halten sich meistens in der sogenannten Pelagial – Zone auf. Das ist die uferferne Freiwasserzone.

Obwohl durch den Hammerhai noch nicht viele Angriffe protokolliert wurden, kann er alleine aufgrund seiner Größe grundsätzlich gefährlich sein. Der gefährlichste Hammerhai ist eindeutig der Große Hammerhai.

Katzenhaie

Größe: 0,2 bis 1,7m

Gewicht: ca. 1-5 kg

Gefährlichkeit: absolut ungefährlich

Vorkommen: Küstenlebender Grundhai

Katzenhaie dürften dir vielleicht durch den ein oder anderen Zoo Besuch bekannt sein. Die meistens ziemlich kleinen und schlanken Haie werden oft als Zierfische gehalten. Mit einer Größe bis maximal einem halben Meter geht von diesen Haien wirklich gar keine Gefahr aus. Die Katzenhaiarten, die bis zu 1,70 m groß werden sind allerdings nicht im Mittelmeer anzufinden.

Was meinst Du wie viele Angriffe auf das Konto des putzigen Katzenhais geht?

Du wirst es wahrscheinlich schon ahnen.

Keinen Einzigen. Diese Haie sind wohl die harmlosesten im Mittelmeer.

Auf diese Haiart kannst Du aber trotzdem mit etwas Glück treffen. Sie sind nämlich in flachen Wasserschichten, bis hin zur Tiefsee angesiedelt.

Riesenhaie

Größe: bis zu 10m

Gewicht: bis zu 5,2t

Gefährlichkeit: absolut ungefährlich

Vorkommen: Hochseehai mit gelegentlichen Küstenbesuchen

Riesenhaie sind trotz ihrer Größe absolut ungefährlich. Genauso wie der Walhai sind Riesenhaie Planktonfresser und filtern mit ihren großen Mäulern riesige Mengen an Plankton aus dem Meer. Für Menschen sind diese Kolosse allerdings keine Bedrohung sondern eher eine wunderschöne und beeindruckende Attraktion des Meeres.

Solltest du mal einen dieser Haie im Mittelmeer zu Gesicht bekommen dann hol ganz schnell deine Kamera raus und halte diesen einzigartigen und wunderbaren Moment fest. So schnell wirst Du diesen Hai nicht mehr sehen. Ich hatte dieses Vergnügen leider noch nicht auf so einen Hai zu treffen, und ich befürchte, dass ich ihn auch nie bekommen werde. :(

Riesenhaie halten sich leider kaum in Küstennähe auf, sondern sind stets auf der Suche nach neuen Planktonmengen im offenen Meer unterwegs.

Eigene Fressfeinde hat der Riesenhai eigentlich kaum welche, bis auf den großen Schwertwal.

Engelshaie

Größe: bis zu 1,5m

Gewicht: ca. 20kg

Gefährlichkeit: absolut ungefährlich

Vorkommen: In Küstenregionen

Die Engelshaie sind wieder einer der Haie im Mittelmeer, von denen keine Gefahr ausgeht.

Du musst sogar schon ganz viel Glück haben, weil sie sich hauptsächlich im Sandboden verstecken und Lauerjäger sind. Der wirklich sehr flache schon beinahe platte Körper dieser Haie wartet nämlich im Mittelmeer stets im Sand auf kleine Beutefische.

Da die Engelshaie maximal 20 kg schwer werden und eine maximale Körperlänge von 1,50 m erreichen sind sie für Menschen absolut ungefährlich. Wir Menschen stehen auch nicht auf deren Speiseplan – noch nicht einmal für einen Probebiss.

Du kannst es dir denken: 0 Angriffe durch den Engelshai.

Seidenhaie

Größe: bis zu 3,3m

Gewicht: bis zu 350kg

Gefährlichkeit: relativ gefährlich

Vorkommen: Küstennah und auf hoher See

Der Seidenhai ist mit seiner grau- braunen Färbung mit etwas schwarz relativ gut zu erkennen. Da sich der Seidenhai mittlerweile weltweit angesiedelt hat, sind natürlich auch diese Haie im Mittelmeer anzutreffen.

Er fühlt sich sowohl in Küstennähe aber auch in der Hochsee pudelwohl, wodurch er letztendlich auch im flacheren Gewässern aufzufinden ist.

Da er sich meistens in einer Tiefe von bis zu 500 Metern und darüber aufhält, ist er oft als Beifang in Fischernetzen. Sein Bestand schwindet immer weiter, was ihn auf die Liste der gefährdeten Tierarten buxiert hat.

Durch den Seidenhai wurden bisher lediglich 2 Angriffe, von denen keiner einen tödlichen Verlauf hatte, aufgezeichnet.

Bronzehaie

Größe: bis zu 2,9m

Gewicht: bis zu 350kg

Gefährlichkeit: potentiell gefährlich

Vorkommen: Küstennah und auf hoher See

Der Bronzehai gehört eher zu den kleineren bis mittelgroßen Haien. Mit seinen üblicherweise ca. 2 bis 2,5m Körperlänge und seinem bronze- bis olivfarbenen Rücken ist er mit ein wenig Übung relativ leicht zu erkennen.

Angriffe durch den Bronzehai sind überaus selten. Insgesamt wurden ca. 15 Angriffe aufgenommen, von denen letztendlich nur ein Einziger tödliche Folgen hatte.

Viele Sichtungen dieser Haie gab es im Mittelmeer bisher nicht, aber er ist definitiv dort anzutreffen.

Fazit

Einen dieser Haie im Mittelmeer zu begegnen gleicht schon einer ordentlich Portion Glück. Die Chance einen Weißen Hai zu sehen ist beinahe verschwindend gering, auch wenn er natürlich zu den gefährlichsten Vertretern seiner Art gehört.

Aber das Video mit der Freitaucherin Ocean Ramsey beweist nunmal wieder, dass Haie nicht immer nur als blutrünstige Räuber anzusehen sein sollten.

Eigentlich sind Sie sogar relativ scheu und auch ziemlich vorsichtig, denn nicht jede Haiart ist gefährlich.

Durch den klimatischen Wandel, den wir gerade erleben, finden natürlich auch immer andere Haiarten den Weg durch die Straße von Gibraltar. So kann es in Zukunft auch vorkommen, dass wir noch andere Haie im Mittelmeer antreffen könnten.

Ist dir schon einer dieser Haie im Mittelmeer begegnet?

Das würde mich ganz stark interessieren.

Schreib’s mir gerne unten in die Kommentare.

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Über den Autor

Sebastian ist Gründer von Freitauchen Lernen, Reisejunkie, Apnoetauchlehrer und Videofilmer. Er ist absoluter Fan dieses Sports mit all seinen wunderbaren Facetten und er liebt es angehenden und fortgeschrittenen Apnoetauchern diesen faszinierenden Sport beizubringen und deren Wissen zu vertiefen.

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