7 gefährliche Fische im Roten Meer, die Du kennen solltest

Gefährliche Fische gibt es leider auch im Roten Meer. Immerhin brauchen die Fische und Tiere dort ja auch irgendwas, um auf die Jagd nach deren Beute zu gehen. Wenn wir etwas nicht kennen, haben wir natürlich auch Angst vor dem Unbekannten.

Das ist wie eine große und dunkle Höhle, die unter Wasser vor uns liegt. Wenn wir nicht wissen, was sich darin befindet, dann schwimmen und tauchen wir nicht hinein. Vollkommen natürlich.

In die große Höhle auf Madeira, bin ich ohne Lampe zum Beispiel auch nicht rein.

Beschäftigen wir uns aber mit den Gefahren, so sind dann auch gefährliche Fische im Roten Meer bald schon deutlich weniger angsteinflößend.

Bringen wir also Licht ins dunkle der Höhle.

Zu den gefährlichsten Fischen im Roten Meer zählen die Rotfeuerfische, die Steinfische, Stachelrochen, Drückerfische, Barrakudas, diverse Haiarten wie dem Weißspitzen-Hochseehai und dem Tigerhai und auch die kleinen aber extrem gefährlichen Kegelschnecken, die auch im Roten Meer vorkommen.

Viel Spaß beim Lesen.

7 gefährliche Fische im Roten Meer

Rotfeuerfisch

gefährliche Fische im Roten Meer

Gefährlichkeit: mittel

Gefahr durch: giftige Stacheln an den Flossen

Verhalten: nicht agressiv

Größe: 15-40 cm

Vorkommen: Korallenblöcke, Riff, Steine, Flachwasser

Dem Rotfeuerfisch (Wikipedia) wirst Du beim Schnorcheln und Tauchen im Roten Meer mit ziemlicher Sicherheit begegnen. Ja, der Rotfeuerfisch gehört mit zu den gefährlichen Fischen im Roten Meer.

Aber er ist nicht so gefährlich, wie Du vielleicht vermuten wirst.

Er wird dich nicht angreifen, wie andere Fische es machen.

Du musst halt nur aufpassen, dass Du nicht in ihn rein schwimmst. Das kann schon manchmal passieren, wenn Du dich gerade auf etwas anderes fokussierst.

An manchen Riffen im Roten Meer ist er wirklich oft anzutreffen – speziell beim Nachttauchen habe ich ihn dann wirklich extrem oft gesehen.

Oft hält er sich in der Nähe von Korallenblöcken oder im Riff auf. Freischwimmend wirst Du in relativ selten sehen, aber auch das macht der Rotfeuerfisch gelegentlich – sonst würden wir ja auch keine so schönen Fotos von ihm bekommen :)

Manchmal ist er sogar im flachen knietiefen Wasser in der Nähe eines Strandes unterwegs. Da hier aber kaum Rückzugsmöglichkeiten sind, ist das eher selten.

Da am Roten Meer oft Stege zur äußeren Riffkante geführt werden, ergeben sich hier somit Pfähle, an denen er gerne Unterschlupf sucht.

Tödlich sind die giftigen Stacheln zum Glück nicht – aber zum Teil doch schon sehr schmerzhaft. Dennoch sind die Rotfeuerfische aufgrund ihrer Stacheln und dem Gift, gefährliche Fische im Roten Meer.

Steinfisch

gefährliche Fische im Roten Meer

Gefährlichkeit: extrem gefährlich

Gefahr durch: giftige Stacheln an den Flossen

Verhalten: nicht aggressiv, liegt passiv auf Steinen oder Sandböden

Größe: 15-50 cm

Vorkommen: Flachwasser, Tiefes Wasser

Der Steinfisch (Wikipedia) ist ziemlich weit oben, was die gefährliche Fische im Roten Meer betrifft. Sein Gift, welches er ebenfalls über giftige Stacheln injiziert, ist brutal schmerzhaft und kann unter Umständen sogar tödliche Folgen haben.

Jetzt könnte man doch meinen, gut, wenn er so giftig ist, dann halte ich mich einfach von ihm fern, wenn ich ihn sehe.

Und genau hier ist auch schon das nächste Problem!

Einen Steinfisch zu entdecken ist beinahe unmöglich und extrem schwierig. Wenn er nämlich seelenruhig auf Steinenblöcken verhaart und auf sein nächstes Mittagessen wartet ist er farblich und von seiner Struktur extrem gut an den Stein angepasst.

Du hast schlicht und weg kaum eine Chance ihn auf den Steinen zu erkennen.

Und wenn Du dich dann auch noch an vermeintlichen Steinen festhalten möchtest kannst Du dir vorstellen, was dann passiert.

Unbeabsichtigt fasst Du in den Steinfisch rein und kommst mit seinen äußerst giftigen Stacheln in Berührung. Die nutzt er nämlich einzig und allein zur Verteidigung.

Das Gift des Steinfisches wirkt bei uns Menschen ziemlich schnell und führt oft zu einem starken Blutdruckabfall und im schlimmsten Fall sogar Herzkammerflimmern.

Stachelrochen

gefährliche Fische im Roten Meer

Gefährlichkeit: mittel

Gefahr durch: giftiger Stachel an seinem Schwanz

Verhalten: nicht aggressiv

Größe: 20 – 260 cm

Vorkommen: Flachwasser, Offenes Meer, Liegt manchmal im Sandboden

Stachelrochen (Wikipedia) sind eigentlich ziemlich harmlose und dementsprechend nicht so gefährliche Fische im Roten Meer. Dennoch können Sie dir auch potentiell das Leben nehmen, wenn es wirklich ganz ganz unglücklich läuft.

Stell dir doch mal vor, Du schnorchelst ganz seelenruhig über 1 Meter tiefes Wasser mit darunter liegendem Sandboden. Plötzlich wirbelt ganz viel Sand auf und ein Schwanz peitscht dir entgegen.

An deren Ende befindet sich ein Stachel, der sogar teilweise mit Widerhaken versehen ist.

Mit extrem viel Pech peitscht dir dieser Stachel direkt ins Herz – sehr unwahrscheinlich, aber leider Gottes schon passiert. Der australische Fernsehstar Steve Irwin (Wikipedia) erlag nämlich genau diesem Schicksal.

Ein Stachelrochen traf genau sein Herz, wodurch Steve Irwin dann leider auch genau diesen Verletzungen auf tragische Art und Weise erlag.

Deswegen kann ich dir nur den Tipp geben nicht ganz unbedacht über einen Stachelrochen drüber zu schwimmen und stattdessen immer einen gewissen Sicherheitsabstand zu diesen schönen Tieren einzuhalten.

Oft kannst Du meistens von weitem schon erkennen, dass hier ein Stachelrochen im Sand liegt, da die 2 Atemöffnungen und die Augen aus dem Boden ragen.

Ansonsten sind diese Tiere ziemlich harmlos und nicht so gefährliche Fische im Roten Meer.

Drückerfisch

gefährliche Fische im Roten Meer

Gefährlichkeit: teilweise sehr gefährlich

Gefahr durch: kräftige Beißwerkzeuge

Verhalten: manchmal aggressiv (vor allem in der Brutzeit)

Größe: bis zu 75cm

Vorkommen: Lagunen und Korallenriffen

Es gibt unzählige Arten von Drückerfischen, richtig gefährlich ist aber größtenteils der wirklich große Riesen-Drückerfisch (Wikipedia).

Riesen-Drückerfische sind wirklich gefährliche Fische im Roten Meer und sollten so gut es geht gemieden werden – besonders in der Brutsaison. Da ich nicht immer weiß, wann diese ist, meide ich die Nähe zu diesem Fisch – und das würde ich dir auch empfehlen.

Wenn Du also demnächst in den exzellenten Korallenriffen Ägyptens Schnorcheln möchtest, würde ich dir raten von der Wasseroberfläche aus immer Ausschau nach dem Riesen-Drückerfisch zu halten.

Du wirst ihn relativ schnell aus der Ferne ausmachen, denn er ist eindeutig zu erkennen.

15 Meter Abstand werden offiziell empfohlen.

Der Drückerfisch patrouilliert sehr gerne über das gesamte Korallenriff und mit seinem Kiefer ist er sogar in der Lage Steinkorallen zu zerkauen. Du kannst dir mit Sicherheit gut vorstellen, dass er problemlos mal eben einen Finger abknabbern kann.

Kommst Du also unverhofft in die Nähe seines Nestes, wird er dich innerhalb der Brutzeit selbstbewusst angreifen und zurückdrängen.

Außerhalb der Brutzeit ist der Riesen-Drückerfisch eigentlich ziemlich friedfertig und relativ harmlos.

Barrakudas

gefährliche Fische im Roten Meer

Gefährlichkeit: mittel

Gefahr durch: Lange und scharfe Zähne

Verhalten: selten aggressiv

Größe: bis zu 2 Meter

Vorkommen: überall anzutreffen

Barrakudas (Wikipedia) haben oft den Ruf als die Piranhas der Weltmeere bezeichnet zu werden. Ich habe mittlerweile schon so viele Barrakudas gesehen und zu keiner Zeit waren Sie in irgend einer Art und Weise bedrohlich.

Dennoch sind Sie gefährliche Fische im Roten Meer und sollten von dir zumindest respektiert werden.

Wenn Sie sich bewegen und etwas angreifen sind Sie aufgrund ihres stromlinienförmigen Körpers und der starken Schwanzflosse pfeilschnell. Ein Angriff würde eine heftige Fleischwunde erzeugen, die auch viel Blut kosten könnte.

Ein Angriff ist meistens nur ein kräftiger Biss, der dir eine klaffende Wunde zufügen würde. Nach dem Angriff verschwinden Sie aber auch genauso schnell.

Bisher waren die Barrakudas, die ich gesehen habe, allerdings stets friedlich und standen gerne als Modell für die ein- oder andere Aufnahme zur Verfügung. :)

Trotzdem gehört auch hier immer eine gute Portion Respekt mit dazu. Sollten Sie irgendwelche Drohgebärden kommunizieren, dann solltest Du unbedingt Abstand einhalten.

Als Jungfische treten Sie häufig in riesengroßen Gruppen von mehreren 100 Fischen auf. Ausgewachsen sind Sie dann eigentlich hauptsächlich nur noch alleine unterwegs.

Haie

gefährliche Fische im Roten Meer

Gefährlichkeit: mittel – bis gefährlich (Je nach Art)

Gefahr durch: kräftige Kiefer und scharfe Zähne

Verhalten: teilweise aggressiv (Je nach Art)

Größe: bis zu 6 Meter

Vorkommen: überall

Wer hätte das gedacht?! :)

Haie sind natürlich ebenfalls gefährliche Fische im Roten Meer. Ich würde aber niemals unterstreichen, dass grundsätzlich alle Haie gefährlich sind.

Hier gibt’s große Unterschiede, denn die meisten Haie sind viel zu scheu und haben mehr Angst vor dir, als Du vor ihnen.

Es gibt nur eine Handoll gefährliche Haiarten, vor denen Du dich hüten solltest.

Um nur eine paar Aufzuzählen:

Die letzten vier Haie solltest Du dir merken und dir deren Aussehen und Merkmale gut einprägen. Es ist immer von Vorteil zu wissen, welcher Zeitgenosse da gerade herum schwimmt.

Je nach Art können dir diese Haie das Leben ganz schön schwer machen. Der Weißspitzen-Hochseehai der hauptsächlich weit draußen im offenem Meer anzutreffen ist, zum Beispiel am Elphinstone-Riff (Wikipedia), ist neugierig und aggressiv.

Wenn Du dich hier falsch verhältst, identifiziert er dich als Beute und greift dich an.

Aber auch der Tiger- sowie der Bullenhai sind ernstzunehmende und gefährliche Fische im Roten Meer.

Alleine schon die schiere Größe ist beeindruckend. Bei all meinen Urlauben in Ägypten ist mir aber zu keiner Zeit einer dieser großen Haie vor die Linse gekommen – und ich war schon wirklich viele Stunden dort im Wasser.

Vor den kleineren Schwarz- und Weißspitzen-Riffhaien, die vermehrt an den Riffen vorkommen, und auf die Du mit ganz viel Glück treffen kannst, brauchst Du aber keine Angst haben. Sie sind meistens schneller weg, als Du gucken kannst.

Hier musst Du dich schon relativ ruhig im Wasser verhalten, denn bei jedem kleinsten Geräusch sind die wieder in tieferen Regionen verschwunden.

Kegelschnecken

Gefährlichkeit: sehr gefährlich

Gefahr durch: starkes Nervengift

Verhalten: friedlich, setzt das Gift zur Verteidigung ein

Größe: 5-15 cm

Vorkommen: tiefere Regionen

Kegelschnecken (Wikipedia) sind aktive aber natürlich sehr langsame Räuber. Ihre Beute besteht hauptsächlich aus kleinen Fischen, denen Sie mit ihrem Gift innerhalb kürzester Zeit das Leben aushauchen.

Sie sind nunmal nicht in der Lage einen harten und langen Kampf mit ihrer Beute auszutragen, weshalb das Gift natürlich ziemlich stark sein muss.

Einige Unterarten der Kegelschnecken haben ein wirklich extrem starkes Nervengift, bei denen sogar ein Mensch tödlich verunglücken kann. Im Flachwasser sind solche Arten aber nicht anzutreffen.

Wenn Du aber Tauchen gehst, und dann Zugang zum tiefen Wasser hast, würde ich grundsätzlich die Finger von den Kegelschnecken lassen. Sie schießen ihr Gift nämlich pfeilschnell aus ihrem kegelförmigen Schneckenhäuschen.

So wunderschön diese besondere Form der Schnecken auch ist – so gefährlich sind die Kegelschnecken aber auch!

Mir persönlich ist bisher keine Kegelschnecke über die Flosse gelaufen, wobei ich Sie dann aber auch mit Sicherheit übersehen habe. Grundsätzlich fasse ich sowieso nichts im Wasser an, außer vielleicht meine Nase für den Druckausgleich und den Auslöser der Kamera :)

Beliebte Regionen am Roten Meer

Gefährliche Fische im Roten Meer gibt es nur eine Handvoll. Der Rest der wunderschönen Unterwasserwelt im Roten Meer ist weniger gefährlich und dafür umso imposanter.

Je besser Du die gefährliche Fische im Roten Meer kennst, desto entspannter wirst Du aber auch beim Schnorcheln und Tauchen in Ägypten.

Das ist auch das Schöne. Je besser man sich auskennt, desto mehr Freude hat man hinterher auch.

Damit Du hier noch ein paar Anregungen, über die schönsten und besten Riffe am Roten Meer bekommst, habe ich hier noch eine kleine Liste über überaus exzellente Urlaubsziele am Roten Meer.

Die besten Orte zum Schnorcheln und Tauchen am Roten Meer

Fazit

Ja, gefährliche Fische gibt es natürlich auch im Roten Meer. Es gibt eigentlich kein Meer dieser Welt, in dem es absolut ungefährlich ist.

Ja sogar die Nord- und Ostsee beheimatet das kleine aber giftige Petermännchen (Wikipedia), welches ziemlich heftige Schmerzen mit seinem Gift verursachen kann.

Solange Du die Gefahren kennst bist Du extrem im Vorteil. Oder würdest Du jetzt nochmal einen Steinfisch anfassen, wenn Du ihn siehst? TOP! :)

Du siehst also, dass Du jetzt schon deutlich sicherer im Wasser des Roten Meeres unterwegs sein wirst.

Und das ist auch genau das, was ich hier mit diesem Beitrag erreichen möchte. Deine Sicherheit im Wasser soll verbessert werden. Und wenn dir beim nächsten Mal ein Schwarz-/Weißspitzen-Riffhai begegnet, dann weißt Du, dass keine Gefahr droht.

Hier kannst Du seelenruhig das ein- oder andere Foto aufnehmen und hoffen, dass er noch lange bei dir bleibt, ehe er wieder in tiefere Regionen abtaucht.

So ich hoffe Du konntest etwas über das Thema “Gefährliche Fische im Roten Meer” mitnehmen?!

Hattest Du schon die ein- oder andere Begegnung mit einem dieser gefährlichen Fische im Roten Meer?

Schreib’s mir gerne unten in die Kommentare.

Apnoetauchen lernen

Über den Autor

Sebastian ist Gründer von Freitauchen Lernen, Reisejunkie, Apnoetauchlehrer und Videofilmer. Er ist absoluter Fan dieses Sports mit all seinen wunderbaren Facetten und er liebt es angehenden und fortgeschrittenen Apnoetauchern diesen faszinierenden Sport beizubringen und deren Wissen zu vertiefen.

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