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Schnorchel ausblasen: 5 einfache und effektive Tipps

Schnorchel ausblasen

Den Schnorchel ausblasen zu müssen, weil sich schon wieder Wasser im Schnorchel gesammelt hat, kann manchmal ganz schön nervig sein.

Das beim Schnorcheln leider immer mal wieder Wasser in den Schnorchel gelangt, damit musst Du dich leider anfreunden. So hart es sich auch anhören mag.

Wenn Du sogar gelegentlich auch mal abtauchst, dann solltest Du sogar grundsätzlich den Schnorchel aus dem Mund nehmen…was natürlich dazu führt, dass der Schnorchel schon wieder voller Wasser läuft, und Du den ihn erneut ausblasen musst…wer hätte das gedacht…dazu aber gleich mehr.

Mit der richtigen Technik ist das Schnorchel ausblasen aber weiß Gott bald keine Herausforderung mehr, sondern tägliches Geschäft und bringt dich bald nicht mehr aus der Ruhe.

Denn es gibt doch nichts Schöneres, als unser liebstes Hobby in vollen Zügen genießen zu können, ohne sich um so belanglose Dinge, wie das Schnorchel ausblasen, Gedanken machen zu müssen.

Mit ein wenig Übung und diesen Tipps hier wird dir das Wasser in deinem Schnorchel bald keine Kopfschmerzen mehr bereiten!

So, nun wollen wir uns aber mal anschauen, wie Du den Schnorchel am besten und einfachsten ausblasen kannst.

Viel Spaß beim Lesen.

Kann man jeden Schnorchel ausblasen?

Grundsätzlich spielt es keine Rolle um welche Art von Schnorchel es geht, den Du ausblasen möchtest.

Es können herkömmliche Schnorchel sein, Apnoe Schnorchel, oder auch solche mit speziellen Öffnungen oder Ventilen an der Ober- bzw. Unterseite des Schnorchels.

Um wieder ordentlich über den Schnorchel atmen zu können musst Du aber zwangsläufig dafür sorgen, dass das Wasser aus deinem Schnorchel buxiert wird.

Das bedeutet also Du musst den Schnorchel ausblasen und es auch einige Male trainieren, bis Du zum Vollprofi mutierst und dir ein vollgelaufener Schnorchel keine Probleme mehr bereitet.

Übung macht bekannterweise dein Meister, aber ich bin mir sicher, dass Du bald auch schon ziemlich gut deinen Schnorchel ausblasen wirst.

Schnorchel, die an der Unterseite eine kleine Vorratskammer und mit einer zusätzlichen Membran ausgestattet sind, lassen sich natürlich leichter ausblasen, da hier kurze Wege zurückzulegen sind.

Und ein zusätzlicher Spritzschutz an der Oberseite verhindert natürlich deutlich den Wassereintritt durch Wellen und Co.

Willst Du aber ab und zu auch mal abtauchen und die Unterwasserwelt in Apnoe erkunden, so solltest Du grundsätzlich deinen Schnorchel aus dem Mund nehmen! Bei den Apnoe Schnorcheln gibt es zum Beispiel weder eine Membran an der Unterseite noch ein Spritzschutz an der Oberseite…und das Schnorcheln macht trotzdem Spaß ;)

In 5 Schritten den Schnorchel ausblasen

#1 Schnorchel aus dem Mund nehmen

Warum solltest Du den Schnorchel eigentlich aus dem Mund nehmen, wenn Du abtauchen möchtest?

Stell dir doch nur mal vor Du tauchst mit dem Schnorchel im Mund. Du tauchst ab….ziehst deinen Tauchgang schön gemütlich durch….und planst dann irgendwann aufzutauchen, weil Du keine Luft mehr hast und außer Puste bist.

An der Oberfläche angekommen pustest Du jetzt noch mit deiner allerletzten Kraft das restliche Wasser aus dem Schnorchel und versuchst ihn auszublasen. Möglicherweise reicht deine verbliebene Luft sogar gar nicht mehr aus, um deinen Schnorchel komplett vom Wasser zu befreien. Dein nächster Atemzug lässt dich dann Wasser einatmen, was zu Hustenreizen und weiteren unangenehmen Lästigkeiten führt.

Letztendlich tauchst Du ja doch auf und nimmst ihn aus dem Mund, nur das sich deine Entspannung regelrecht in Luft aufgelöst hat.

Einsame Spitze. Genau das wollen wir doch unbedingt vermeiden!

Desweiteren führt dieser kräftige Atemstoß dazu, gerade wenn dein Tauchgang relativ lang war und Du schon ziemlich erschöpft bist, dass es passieren kann das Du plötzlich bewusstlos wirst.

Klingt unschön, ist aber leider möglich!

Das ist aber hauptsächlich beim Apnoetauchen der Fall.

Tauchst Du hingegen nur kurz ab, um dann ziemlich zügig wieder aufzutauchen, dann kannst Du den Schnorchel ruhig im Mund behalten. Hier rede ich aber wirklich von ganz kurzen Tauchgängen ;)

Ich bin aber eher der Verfechter der absolut sicheren Methode. Das heißt ich nehme den Schnorchel immer vor dem Tauchgang aus dem Mund und erst nach dem Auftauchen wieder in den Mund.

Erst dann blase ich den Schnorchel aus.

#2 Luft holen

Du kehrst jetzt also von deinem Tauchgang zurück an die Wasseroberfläche und atmest mehrmals kräftig ein, bis Du wieder gefühlt genug Luft hast und dich erholt fühlst.

Bevor Du den Schnorchel jetzt einfach wieder in deinen Mund nimmst holst Du an der Wasseroberfläche noch einmal kräftig Luft, bis deine Lungen komplett gefüllt sind.

Jetzt kannst Du deinen Schnorchel wieder zwischen deine Zähne schieben und dich entspannt ins Wasser legen.

Ja, ich weiß der Schnorchel ist noch nicht ausgeblasen, aber im Liegen lässt es sich doch einfacher arbeiten, oder nicht?

Na also. Gut, dass wir uns einig sind :)

Mit dem Gesicht wieder in Richtung Meeresboden und dem Hintern zur Sonne kommt nun der nächste Schritt.

#3 Zunge spitz vor die Öffnung schieben

Damit das Ausblasen des Schnorchel aber noch um einiges leichter wird, wenden wir eine weitere Technik an.

Unsere Zunge ist ein ausgezeichnetes Werkzeug dafür ;)

Um die Geschwindingkeit der zum Ausatmen verfügbaren Luft nochmal deutlich zu erhöhen schiebst Du einfach deine angespitzte Zunge vor das Mundstück deines Schnorchels.

Ein weiterer Vorteil bei dieser Methode besteht darin, dass das Wasser direkt vor deinem Schnorchel gesammelt wird, wodurch es nochmal deutlich effizienter wird und Du weniger Luft zum Ausblasen benötigst.

Klingt doch wunderbar oder nicht?

Als nächstes kannst Du in aller Seelenruhe deinen Schnorchel ausblasen.

#4 Den Schnorchel ausblasen

Jetzt sorgst Du mit einem kräftigen Atemstoß dafür, dass das Wasser aus deinem Schnorchel heraus katapultiert wird.

Mit dieser Technik schießt das Wasser nämlich mehrere Meter aus dem Schnorchel.

Man könnte dich beim Schnorcheln also demnächst mit einem Wal verwechseln :)

Du brauchst mit etwas Übung hier von Mal zu Mal immer weniger Luft, weshalb dann Schritt #5 überflüssig werden könnte.

Einfach ein paar Mal üben. Am besten im flachen Wasser, damit hier niemals Panik aufkommt.

#5 Restliches Wasser ausblasen

Sollte sich trotz dieser Technik immer noch Wasser im Schnorchel befinden, so atmest Du einfach die nächsten Atemzüge flach ein und aus, um dich für das finale Ausblasen vorzubereiten. Flach bedeutet, dass Du keine allzu tiefen und schnellen Atemzüge ein- und ausatmest, sondern Du lässt es ruhig und gelassen angehen. Schön langsam und ganz gemütlich atmen.

Du atmest also über dem Wasser immer hin und her.

Du verstehst doch, was ich meine ;)

Bei der letzten Einatmung atmest Du gaaaanz langsam über deine gespitze Zunge so weit ein, ohne dabei Wasser einzuatmen, bis deine Lunge wieder komplett gefüllt ist.

Jetzt kannst Du dich nochmal von der letzten Wasserpfütze verabschieden, und Sie dann endgültig aus dem Schnorchel ausblasen.

Nun müsste dein Schnorchel aber wirklich staubtrocken sein!

Du hast deinen Schnorchel nun perfekt ausgeblasen. Wenn nicht, dann wiederhole diesen Schritt hier einfach nochmal.

Fazit

Fakt ist: Du musst das Wasser aus dem Schnorchel ausblasen, um das Schnorcheln wieder in vollen Zügen genießen zu können.

Grundsätzlich ist das eigentlich auch gar nicht so schwierig. Mit etwas Übung wirst Du das schon bald perfektioniert haben.

Achte einfach darauf, wenn Du auf Nummer sicher gehen möchtest, dass du deinen Schnorchel vor dem Abtauchen aus dem Mund nimmst.

Das ist wirklich wichtig!

Für absolut kurze und flache Tauchgänge, um nur mal kurz unten was nachzuschauen (so <10-20 Sekunden), kann man darüber nachdenken ihn im Mund zu behalten (je nach deiner Ausdauer). Denn hier bist Du tendentiell nicht so lange unter Wasser und hast immer noch genügend Luft für das korrekte Ausblasen deines Schnorchels.

Für alles andere würde ich den Schnorchel grundsätzlich immer aus dem Mund nehmen, was ein Ausblasen hinterher erleichtert. Das diese Reihenfolge deine Sicherheit nochmal deutlich in die Höhe katapultiert rundet das Paket ab.

Mit einer spitz-geformten Zunge vor der Öffnung des Mundstücks erhöhst Du beim Ausblasen die Geschwindigkeit der auszublasenden Luft. So verbrauchst Du weniger Luft beim Ausblasen und verbesserst die Effizienz bei der abgeführten Wassermenge.

Kurz und knapp: Mit weniger Luft förderst Du mehr Wasser aus deinem Schnorchel. Und das ist doch genau das, was wir wollen, oder nicht?

So ich hoffe ich konnte dir etwas helfen, und das Schnorchel ausblasen stellt für dich bald schon kein Problem mehr dar.

Beherrschst Du das Schnorchel ausblasen schon in Perfektion, oder ärgert dich das Wasser in deinem Schnorchel noch sehr?

Schreib’s mir gerne unten in die Kommentare.

FAQ

Die häufigsten Fragen rund um das Thema Schnorcheln:

  1. Wie lange kann man mit Schnorchel unter Wasser bleiben?

    Grundsätzlich solltest Du vor dem Tauchen immer den Schnorchel aus dem Mund nehmen. Das ist deutlich sicherer, als wenn Du mit deiner letzten Kraft noch den Schnorchel ausblasen musst. Wie lange Du unter Wasser bleiben kannst, hängt von vielen verschiedenen Faktoren ab. Den größten Einfluss hat sicherlich deine Fähigkeit die Luft lange anzuhalten.

  2. Wie kann man mit einem Schnorchel tauchen?

    Das Tauchen mit einem Schnorchel ist eigentlich nicht zu empfehlen. Wenn Du korrekt abtauchen möchtest, dann nimm den Schnorchel nach deinem letzten Atemzug und vor dem Abtauchen aus dem Mund.

  3. Welcher Schnorchel zum Tauchen?

    Für das Apnoetauchen bietet sich eine Vielzahl an Apnoe Schnorchel an. Welche das sind, und worauf es bei einem guten Schnorchel ankommt erfährst Du hier.

  4. Wie schnorchelt man am besten?

    Beim Schnorcheln kommt es vor allem auf Ruhe und Gelassenheit an. Es bringt nichts, wenn Du wild und hemmungslos durchs Wasser flitzt. Schnorcheln lernen geht nicht von heute auf morgen. Leg dich waagerecht aufs Wasser und beweg dich mit sanften Flossenschlägen durchs Wasser. Deine Arme brauchst du nur zum Druckausgleich oder aber für enge Kurven.

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Über den Autor

Sebastian ist Gründer von Freitauchen-lernen, Reisejunkie, Apnoetauchlehrer und Videofilmer. Er ist absoluter Fan dieses Sports mit all seinen wunderbaren Facetten und er liebt es angehenden und fortgeschrittenen Apnoetauchern diesen faszinierenden Sport beizubringen und deren Wissen zu vertiefen.

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