Tauchtipps für Anfänger

Du bist gerade erst mit dem Tauchen angefangen oder hast es bald vor und suchst hilfreiche Tauchtipps für Anfänger? Dadurch, dass ich schon etliche Jahre mit diesem wunderbaren Sport in Verbindung bin möchte ich dir hier jetzt ein paar essentielle Tipps mitgeben, die dich mit Sicherheit weiterbringen und speziell für Anfänger sehr sein können.

Neben der unbedingt notwendigen Tauchversicherung sind weitere wichtige Tauchtipps für Anfänger zum Beispiel, dass vor dem Tauchen kein Alkohol getrunken wird, vorab die Tauchtauglichkeit getestet und attestiert wurde, Du niemals alleine tauchen solltest und natürlich auch, dass Du keine Schmerzen beim Abtauchen haben solltest.

Das sind wichtige Sachen, die Du unbedingt beachten solltest.

Lass uns aber jetzt nochmal auf alle Sachen im Detail eingehen.

Viel Spaß beim Lesen.

Tauchtipps für Anfänger

Keinen Alkohol vor dem Tauchen

Dies einzuhalten ist absolut wichtig. Es spricht nichts gegen ein kühles Deko Bier, nach dem Tauchen oder ein geselliger Abend mit etwas Alkohol, wenn hinterher nicht mehr getaucht wird und Du auch für den nächsten Morgen wieder nüchtern und zu 100% auskuriert bist.

Alkoholisiert kannst Du weder auf deinen Tauchbuddy korrekt achten, noch bist Du in der Lage richtige Entscheidungen zu treffen. Manchmal sind solche Entscheidungen aber überlebenswichtig und durch solch wichtigen Entscheidungen könnten viele Tauchunfälle vermieden werden.

Ab 0,3 Promille hat man in Deutschland bereits mit dem Entzug der Fahrerlaubnis zu rechnen. Was denkst Du wie schnell Du diesen Wert bereits erreicht hast?

Leider geht das doch zügiger als man denkt. Bereits ein 0,5 Liter Bier kann dich schon auf einen Wert von ca. 0,5 Promille befördern. Ein großer stattlicher Mann mit 100 Kilogramm und 1,9m Körpergröße juckt dieses eine Bier natürlich deutlich weniger als einer zierlichen jungen und grazilen Frau. Hier peitscht der Promillewert natürlich deutlich schneller in die Höhe.

Das solltest Du bei deinen Tauchgängen bedenken.

Grundsätzlich ist es am besten, wenn Du keinen Alkohol zu dir nimmst. Dann hast du schon mal ein erhebliches Risiko ausgemerzt.

Tauchversicherung für Anfänger

Tauchtipps für Anfänger

So wie diese Boje für lebensrettende Maßnahme eingesetzt werden kann, so ist eine Tauchversicherung auf Tauchunfälle jeglicher Art spezialisiert. Zu meinen 8 Tauchtipps für Anfänger gehört ganz klar und eindeutig ausreichend vorzusorgen. Beim Tauchen kann leider immer etwas unvorhergesehenes passieren. Niemand ist hier absolut und zu 100% sicher. Selbst gestandenen Profis, die schon etliche Jahrzente beim Tauchsport sind, und dabei ist es egal ob es sich ums Gerätetauchen oder Apnoetauchen handelt, sollten grundsätzlich über eine entsprechende Tauchversicherung verfügen.

Hier gibt es 3 große Anbieter auf dem Markt, wovon meiner Meinung nach aquamed mit Abstand die beste Tauchversicherung anbietet. Ich selbst bin auch bei aquamed mit der dive card professional versichert, da ich als Berufstaucher auch Tauchschüler mit dabei habe, die ich während der Ausbildung versichert haben möchte. Meine Erfahrungen mit aquamed kannst Du hier nachlesen.

Das große Problem liegt meistens darin, dass die gesetzlichen und auch privaten Krankenversicherungen zumeist nicht für Verletzungen oder Tauchunfälle aufkommen und Du auf deinen Kosten in voller Höhe sitzen bleiben würdest….wozu natürlich auch Rettungseinsätze, Rücktransporte, Druckkammerbehandlungen, Invaliditätskosten und vieles weitere zählen würden.

Hier kommen schnell mehrere 1.000 € zusammen und sprengen ein riesiges Loch in die Haushaltskasse. Im Todesfall möchte man übrigens auch nicht, dass den Hinterbliebenden, die eh schon mit dem Verlust eines Familienmitglieds zu kämpfen haben, noch weitere Rechnungen ins Haus flattern.

Aquamed bietet zum Beispiel speziell für Anfänger die dive card basic* an, bei der Tauchanfänger gut abgesichert sind.

Tauchtauglichkeit

Mit der Tauchtauglichkeitsuntersuchung beginnt meistens unser Einstieg in die wunderbare Unterwasserwelt. Diese Untersuchung ist wirklich wichtig und sollte keinesfalls vernachlässigt werden. Hier wird in regelmäßigen Untersuchungsintervallen geprüft, ob Du denn auch wirklich tauglich zum Tauchen bist.

Die Intervalle der Tauchtauglichkeitsuntersuchung sehen wie folgt aus:

  • Spätestens nach 1 Jahr, wenn du unter 18 Jahre alt bist
  • Spätestens nach 3 Jahren, wenn du zwischen 18 und 39 Jahre alt bist
  • Spätestens nach 1 Jahr, wenn du 40 Jahre oder älter bist

Hier wird neben einem ausführlichen Lungenfunktionstest weitere wichtige Dinge wie der körperliche Allgemeinzustand, Blutdruck, Ruhepuls, BelastungsEKG usw. auf Herz und Nieren auf Tauchtauglichkeit geprüft.

Nicht jeder Arzt kann und wird dich auf die Tauchtauglichkeit testen. Frag dazu einfach mal bei deinem/r Hausarzt/-ärztin nach. Weitere Anlaufstellen findest Du in meinem Artikel zur Tauchtauglichkeitsuntersuchung.

Anfänger sollten vorab einen Tauchkurs besuchen

Gerade Anfänger sollten vorab einen Tauchkurs besuchen und ihn hier in heimischen Gewässern oder in verschiedenen Tauchcentern die das Indoor Tauchen anbieten besuchen. Hier erfährst Du weitere Tauchtipps für Anfänger und lernst wichtige Techniken rund ums Tauchen kennen. Außerdem hat das hat den Vorteil, dass Du bereits etwas oder zum Teil an deutlich kälteres Wasser gewöhnt wirst.

Natürlich ist es schöner direkt am Urlaubsort mit warmen Wasser und wunderschönen Korallenriffen zu üben…das glaub ich dir direkt. Ich sehe das ja genau so.

Wenn Du dich aber vorher mit widrigeren Umständen aussetzen musst und hinterher siehst, wie entspannt es doch sein kann, wenn die Umstände deutlich besser sind, dann ist der Stress im Urlaub schnell verflogen oder kommt erst gar nicht auf.

Außerdem hast Du hier mehr Zeit während eines Tauchkurses alle erforderlichen Fähigkeiten und Techniken besser und ohne Zeitdruck zu erlernen.

Kurse zum Apnoetauchen findest du hier.

Keine Schmerzen beim Tauchen

Das ist ebenfalls einer der wichtigsten Tauchtipps für Anfänger. Du darfst niemals irgendwelche Schmerzen haben, wenn der Druckausgleich beim Tauchen mal nicht funktioniert. Dann heißt es Auftauchen oder mindestens auf der gleichen Tiefe bleiben…aber stets ohne Schmerzen. Du solltest mindestens zu der Tiefe auftauchen, auf der Du dann keine Schmerzen mehr hast.

Der Druckausgleich kann immer mal nicht funktionieren. Ich denke, das ist jedem von uns schon etliche Male passiert. Ich kann jedenfalls ein Liedchen davon singen, bis ich mich endlich mal ausführlich mit der Materie beschäftigt habe.

Für den einen kann es klappen auf Milchprodukte zu verzichten und für eine andere kann es bereits ausreichen ein wenig mehr Wasser zu trinken als sonst üblich. Diese beiden Tipps können bereits helfen den Druckausgleich deutlich leichter ermöglichen.

In dem verlinkten Artikel oben habe ich viele hilfreiche Tauchtipps für Anfänger aufgelistet, die dir den Druckausgleich beim Tauchen so einfach wie möglich machen.

Anfänger sollten niemals alleine Tauchen

Die oberste Grundregel Nummer 1…obwohl ich sie ganz unten aufgelistet habe, dass hat aber keine Relevanz….Tauche bitte niemals alleine. Diesen Tauchtipp solltest Du dir eigentlich nicht nur als Anfänger unbedingt notieren und niemals mehr vergessen.

Jegliche Wassersportart, die unter Wasser stattfindet sollte grundsätzlich mindestens zu zweit getätigt werden.

Es gibt immer irgendwelche Probleme, die unter Wasser auftauchen können, von denen man im Vorfeld nichts geahnt hat. Seien es gesundheitliche Probleme, oder auch solche mit einer problembehafteten Ausrüstung. Hier gibt’s reichlich Dinge, die schief laufen können.

Und wenn Du dann auch noch alleine unterwegs bist….ohje ohje.

Dein Tauchpartner ist für solche Fälle immer an deiner Seite…genauso wie Du für ihn/sie immer parat bist und bei Zwischenfällen erste Hilfe leisten kannst.

Nach dem Tauchen nicht Fliegen

Auch dieser Teil der 8 wichtigsten Tauchtipps ist nicht nur für Anfänger unglaublich wichtig!

Oft sehe ich das an Urlaubsorten immer wieder, dass vor dem Abreisetag ein doch sehr intensiver Tauchgang durchgeführt wird….ohne dabei die Risiken zu bedenken.

Wenn Du mit Gerät tauchen warst und dieser Tauchgang relativ anstregend bzw. ausdauernd war, ist es wichtig für mindestens 24 besser noch 48 Stunden vor dem eigentlich Hin- oder Rückflug nicht mehr tauchen zu gehen. So gibst Du deinem Körper genug Zeit die Stickstoffkonzentration auf ein normales und nicht mehr gefährliches Niveau abzusenken.

Das ist essentiell für eine gesunde Flugreise.

Du glaubst gar nicht, wie viel Stickstoff in deinem Gewebe noch gespeichert werden kann. Wenn Du deinem Körper aber diese Zeit gibst kann das träge Gewebe das restliche Stickstoff abbauen, und Du kannst sicher und ohne Zwischenfälle verreisen.

Durch den Druckabbau in der Flugzeugkabine kann es sonst zu Ausschäumungen und zur gefährlichen Dekompressionskrankheit kommen, die es unbedingt zu vermeiden gilt.

Beim Auftauchen nicht die Luft anhalten

Das ist auch einer der wichtigsten Tauchtipps für Anfänger speziell beim Gerätetauchen. Wenn Du von sagen wir mal 10 Meter auftauchen möchtest und da unten den letzten tiefen Atemzug genommen hast, dann hast Du deine Lunge komplett gefüllt.

Planst Du nun den Tauchgang zu beenden und möchtest Auftauchen, dann expandiert die Luft in deiner Lunge aufgrund des immer geringer werdenden Wasserdrucks. Da auf 10 Metern Tiefe insgesamt 2 bar an Druck herrschen, an der Wasseroberfläche aber nur der Luftdruck von ca. 1 bar vorzufinden sind, würde sich deine Lunge auf die doppelte Größe ausdehnen wollen.

Du kannst dir vorstellen, was dann mit deiner Lunge passieren würde. PENG! Wie ein Luftballon knallt Sie dir um die Ohren.

Es kommt aber leider noch schlimmer….deine Lunge hat nämlich keine Schmerzrezeptoren. Du merkst lediglich, dass es etwas enger wird im Brustbraum. Kurze Zeit später kommt aber schon der erste Lungenriss.

Beim Gerätetauchen ist es daher sehr wichtig, dass du während der Auftauchphase einfach immer weiter atmest.

Das ist beim Apnoetauchen kein Problem, da wir sowieso über den kompletten Tauchgang hinweg unsere Luft anhalten. Wir starten oben an der Oberfläche mit dem gleichen Luftvolumen, welches wir unten haben…nur halt komprimiert. Zurück an der Oberfläche hat unsere Lunge aber wieder genau die gleiche Menge an Luft, die wir zuvor eingeatmet haben….nur das ein Gasaustausch stattgefunden hat. Die Luft in der Lunge hat Sauerstoff abgegeben, dafür aber Kohlenstoffdioxid aufgenommen. Das Luftvolumen bleibt aber das selbe.

Fazit

So, ich hoffe dir haben diese 8 Tauchtipps für Anfänger weiter geholfen, und Du konntest dir ein paar wichtige Tipps für dein Tauchabenteuer als Anfänger mitnehmen.

Grundsätzlich solltest Du über eine geeignete und speziell auf deine Bedürfnisse zugeschnittene Tauchversicherung nachdenken, die dir viele weitere Folgekosten ersparen kann. Leider ist niemand vollkommen und jederzeit sicher im Wasser unterwegs. Es trifft sogar die Vollprofis mit Jahrezente langer Erfahrung unter uns.

Wenn Du darauf achtest am besten keinen Alkohol vor dem Tauchgang zu dir zu nehmen und Du mit 0,0 Promille ins Wasser gehst, bist Du was dieses Thema angeht auf der sicheren Seite.

Sollte der Druckausgleich mal nicht funktionieren, dann ist das oberste Gebot nicht weiter abzutauchen. Du kannst es etwas weiter oben nochmal probieren, ansonsten heißt es mindestens auf der Tiefe bleiben, auf der keine Schmerzen mehr zu spüren sind.

Mit solchen Problemen bist Du aber nicht der/die Einzige. Ich hatte schon etliche Tauchgänge, bei denen ich auftauchen musste, weil die Stirn oder ein Ohr nicht wollte. Was Du ebenfalls nicht machen solltest ist es den Druckausgleich mit aller Gewalt zu erzwingen. Glaub mir, das ist wirklich keine gute Idee….du könntest ernsthafte Schäden oder Verletzungen davon tragen und das ist doch das Allerletzte was wir wollen.

Natürlich ist das ärgerlich, wenn der Druckausgleich nicht auf Anhieb so funktioniert, wie er sollte. Aber es gibt bedeutend Schlimmeres. Beim nächsten Mal klappt er dann garantiert und Du kannst den Tauchgang wieder mehr genießen.

Wenn Du auch die anderen Tauchtipps für Anfänger beherzigst, dann steht einem unvergesslichen Tauchabenteuer schon bald nichts mehr im Wege.

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FAQ

  1. Ist Tauchen lernen schwer?

    Am Anfang erscheint die ganze umfängliche Theorie und der Umgang mit der Tauchausrüstung noch schwierig bis unmöglich. Der Druckausgleich und die richtige Tarierung sind mit ein wenig Übung aber trotzdem relativ leicht zu erlernen.

  2. Wie tief kann man als Anfänger tauchen?

    Beim Gerätetauchen gibt es gerade als Anfänger bestimme Tiefengrenzen. Tauchanfänger sollten eine maximale Tiefe von 15-18 Meter einhalten. Beim Apnoetauchen gibt es solche Tiefengrenzen nicht direkt. Je nach Brevet wirst Du allerdings für gewisse Tiefen vorbereitet und wirst in der Lage sein diese Tiefen gesund und sicher anzutauchen.

  3. Was muss ich beim Tauchen beachten?

    Trinke keinen Alkohol, lass dich regelmäßig bei der Tauchtauglichkeitsuntersuchung auf Herz und Nieren überprüfen, tauche mindestens 24 besser sogar 48 Stunden vor dem fliegen nicht mehr, halte beim Auftauchen keine Luft an, tauche niemals alleine und stelle reglmäßig den Druckausgleich her. Diese Tauchtipps sind für Anfänger essentiell und sollten stets beachtet werden.

  4. Wie teuer ist Tauchen als Hobby?

    Das herkömmliche Gerätetauchen ist tendentiell deutlich teurer als das reine Apnoetauchen, bei dem Du nur die Flugreise und die Unterkunft bezahlen musst. Beim Tauchen mit Gerät sind natürlich die ganzen Gerätschaften sprich die komplette Tauchausrüstung deutlich teurer und die regelmäßigen Wartungs- und Instandhaltungskosten kommen noch obendrauf. Hier sind schnell mehrere 1.000 € für das Equipment notwendig.

Apnoetauchen lernen

Über den Autor

Sebastian ist Gründer von Freitauchen-lernen, Reisejunkie, Apnoetauchlehrer und Videofilmer. Er ist absoluter Fan dieses Sports mit all seinen wunderbaren Facetten und er liebt es angehenden und fortgeschrittenen Apnoetauchern diesen faszinierenden Sport beizubringen und deren Wissen zu vertiefen.

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