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Schnorcheln lernen: Mit diesen Tipps wirst Du zur Wasserratte

Schnorcheln lernen

Schnorcheln lernen ist eigentlich ziemlich einfach….wenn Du dir etwas Zeit gibst.

Es ist noch kein Meister vom Himmel gefallen, aber mit diesen Tipps wird dein Einstieg in die Schnorchel- und Unterwasserwelt garantiert gelingen.

Du möchtest doch auch entspannt die Riffe und wunderschöne Unterwasserwelt erkunden, die uns dieser Planet geschenkt hat, oder nicht?

Regungslos an der Wasseroberfläche zu liegen, sich von den Wellen tragen lassen ohne nur einen einzigen Flossenschlag zu vollziehen.

Den Blick durch das glasklare Wasser gleiten zu lassen und die sich durch die Wasseroberfläche brechenden Sonnenstrahlen zu bewundern, die auf den Sandboden leuchten und das Riff in schimmernden Farben erstrahlen lassen.

Auch so etwas ist Schnorcheln.

Das Schnorcheln ist aber auch der Einstieg ins unvergessliche Abenteuer Apnoetauchen…dem wunderbaren Sport, der dir den Atem verschlagen wird…im wahrsten Sinne des Wortes.

Nun aber genug mit der Honig um den Mund Schmiererei. Erfahrenen Schnorchlern läuft vielleicht schon das Wasser im Mund zusammen, weil Sie wissen was ich meine.

Du bist hier, weil Du sehr wahrscheinlich Schnorcheln lernen und mit wichtigen Tipps für die Unterwasserwelt gewappnet möchtest.

Und genau dabei möchte ich dir jetzt mit diesen Zeilen ein wenig helfen.

Viel Spaß beim Lesen.

Warum Du Schnorcheln lernen solltest

Du fragst dich vielleicht, warum Du überhaupt schnorcheln lernen solltest….es kann doch gar nicht so schwer sein.

Maske auf, Flossen an, Schnorchel zwischen die Zähne und ab ins Wasser…wird schon schief gehen.

Das die anfängliche Euphorie schnell verflogen ist, muss ich dir wahrscheinlich nicht sagen. Vielleicht hast Du ja schon erste Erfahrungen beim Schnorcheln sammeln können und möchtest jetzt endlich richtig Schnorcheln lernen.

Die Korallen, die während der tiefsten Phase einer Welle, dem Wellenfuß, immer näher kommen verunsichern dich und machen dich immer nervöser.

Unter Wasser durch den Schnorchel zu atmen und die ständig beschlagene Taucherbrille rauben dir letztendlich den letzten Nerv und lassen dich dein Schnorchelabenteuer grollend vergessen.

Dabei ist Schnorcheln lernen eigentlich gar nicht so schwierig.

Gib dir unbedingt Zeit und setz dich nicht unter Druck.

Mir ging es damals genauso. Vor ein paar Jahren musste und wollte ich Skifahren lernen. Meine bessere Hälfte war ein absolutes Ass und glitt die Skipisten nur so hinab. Ich musste im Pflug die Pisten herunter…gegenüber dem Parallelschwung ist das Pflügen aber extrem anstrengend und kräfteraubend. Mit der Zeit wurde es aber dann auch endlich besser und besser.

Gib dir also ausreichend Zeit beim Schnorcheln lernen….dann klappt’s bald schon. Garantiert!

Welchen Vorteil hast Du denn jetzt, wenn Du richtig schnorcheln kannst?

Schnorcheln lernen geht nicht von heute auf morgen.

Den Faktor Zeit hatte ich gerade ja angesprochen.

Aber wenn Du richtig schnorcheln kannst, dann wirst Du bald unglaublich gerne ins Wasser gehen!

Schnorcheln lernen: Deine Vorteile

  • Du bist entspannter
  • Dir macht das Schnorcheln deutlich mehr Freude
  • Du kannst tiefer abtauchen
  • Du kannst länger deine Luft anhalten
  • Deine Zeit im Wasser wird sich verlängern
  • Dir macht eine vollgelaufene Maske weniger Sorgen
  • Du wirst dich deutlich wohler im Wasser fühlen
  • Eine beschlagene Taucherbrille lässt dich locker
  • Du möchtest hinterher sogar Apnoetauchen lernen
  • Du lernst immer mehr Tiere und Pflanzen da unten kennen und lieben
  • Letztendlich wirst Du dich in die Unterwasserwelt verlieben…so wie ich :)

Schnorcheln lernen: So verhältst Du dich richtig

Schnorcheln lernen

Tipp #1 In der Ruhe liegt die Kraft beim Schnorcheln

Wenn Du Schnorcheln lernen möchtest, dann geht das nicht von heute auf morgen….vor allem nicht, wenn Du vorher noch nie Schnorcheln gewesen bist oder gar gelernt hast..

Lass dir genügend Zeit beim Schnorcheln lernen und setz dich speziell am Anfang nicht unter Druck.

Das ist ganz wichtig. Mit Druck funktioniert weder beim Schnorcheln noch beim Apnoetauchen irgend etwas.

Nachdem Du die Ausrüstung angelegt hast und bereit bist zum Schnorcheln, solltest Du trotzdem erst einmal zur Ruhe kommen und dich sanft ins Wasser legen und den Moment genießen.

Achte auf deinen Puls und versuch dich erst einmal zu entspannen.

Wenn Du dich an die neue Situation und das Medium Wasser gewöhnt hast kann’s losgehen.

Tipp #2 Die Vorbereitung zum Schnorcheln

Befestige bestenfalls deinen Apnoe Schnorchel an deiner Apnoe Maske mit Hilfe des beigelegten Clips.

Das wird dir hinterher enorm viel helfen, denn so katapultierst Du deine Entspannung deutlich nach oben.

Du musst dich quasi kaum noch um diesen kümmern und kannst dich voll und ganz aufs Schnorcheln lernen konzentrieren.

Tipp #3 Maske vor dem Beschlagen schützen

Es gibt doch kaum etwas ärgerlicheres als wenn deine Taucherbrille beschlägt und dir die Sicht auf die glasklare und leuchtende Unterwasserwelt raubt. Auch bei über 30 Metern Sichtweite wird dir der Nebel auf deiner Tauchmaske deinen Spaß und die Sicht schnell verderben.

Spuck dazu einfach vorher in deine Taucherbrille und reib die Gläser damit ein.

Nach 1-2 Minuten einfach ausspülen und schon steht der klaren Sicht kaum noch etwas im Wege.

Tipp #4 Anlegen der Ausrüstung

Bevor es ins Wasser geht solltest Du deine Ausrüstung nun komplett anlegen.

Die Apnoe Flossen ziehst Du erst unmittelbar vor oder erst im Wasser an…oder hast Du schon mal probiert mit Flossen den Strand herunter zu laufen?

Das sieht erstens nicht elegant aus und zweitens ist das auch tierisch anstrengend :)

Flossen also erst kurz vorher oder spätestens im Wasser anziehen.

Dann kann’s losgehen.

Tipp #5 Erste Versuche im flachen Wasser beim Schnorcheln

Ich verstehe ja, dass Du direkt ins tiefere Wasser zu den größeren Fischen und zu den wunderschönen Korallen schnorcheln möchtest.

Dennoch solltest Du wie beim Skifahren zuallererst mit der blauen Piste anfangen bzw. wenn Du Schnorcheln lernen möchtest im flachen Wasser.

Klingt langweilig? Ja, aber da musst Du jetzt leider durch.

Die tieferen Stellen kommen schon noch von ganz allein. Denk einfach immer daran, dass Du im flachen Wasser mal eben aufstehen kannst, wenn Du dich gerade unwohl fühlst.

Das geht im tiefen Wasser nicht und es kommt womöglich schnell Panik auf.

Genau das wollen wir vermeiden.

Du sollst dich wohl fühlen. Das ist super wichtig für ein entspanntes Schnorcheln.

Erst wenn Du im flachen Wasser sicher bist kannst Du ab und zu mal zum tieferen heraus schnorcheln, da einige Zeit verbleiben, um dann anschließend wieder ins flachere Wasser zurück zu schnorcheln.

Übe das einfach ein paar Mal.

Tipp #6 Provoziere unangenehme Situationen

Was machst Du, wenn Du schon etwas weiter draußen herum schnorchelst, und plötzlich beschlägt deine Maske oder sie läuft einfach peu a peu mit Wasser voll?

Könnte vielleicht stressig werden, wenn Du dieser Situation noch nie ausgesetzt warst! Oder?

Probiere solche Situationen deswegen doch einfach mal im flachen Wasser aus. So bist Du absolut tiefenentspannt und kannst lernen mit solchen Situationen umzugehen. So etwas musst Du beim Schnorcheln lernen, da eine Maske immer mal mit Wasser geflutet werden kann.

Lüfte deine Maske ganz sachte an und versuch das Wasser wieder aus der Maske zu buxieren, indem Du oben in Stirnhöhe auf die Maske drückst und das Wasser mit Hilfe deiner Atmung heraus presst.

Atme dazu einfach aus der Nase aus während Du den Druck auf die Maske mit deinem Finger regulierst.

Mit ein wenig Übung klappt das dann immer besser.

Tipp #7 Die Position beim Schnorcheln

Grundsätzlich solltest Du horizontal an der Wasseroberfläche treiben….und zwar ohne Anstrengung.

Du könntest normalerweise völlig relaxed da oben verharren und ohne Kraftaufwand die Unterwasserwelt beim Schnorcheln beobachten und genießen.

Hierfür fehlt ohne einen Neoprenanzug je nach Konstitution manchmal etwas Auftrieb.

Ein Apnoe Neoprenanzug schützt erstens vor dem Auskühlen und zweitens verleiht er dir etwas Auftrieb, um an der Wasseroberfläche mühelos herum zu schnorcheln.

Tipp #8 Deine Arme

Deine Arme brauchst Du beim Schnorcheln eigentlich nicht…..zumindest, wenn Du ausschließlich an der Wasseroberfläche bleibst.

Die Fortbewegung findet ausschließlich mit deinen Beinen und den Apnoe Flossen statt.

Entspann deine Arme also und lass sie relaxed an deiner Körpermitte baumeln.

Möchtest Du hingegen mal etwas engere Kurven schnorcheln, so kannst Du natürlich deine Arme zum schnelleren Drehen verwenden.

Ansonsten versuch Sie einfach entspannt an deinem Körper zu behalten.

Genausogut kannst Du sie auch einfach etwas weiter nach vorne über deinen Kopf strecken, um dich etwas an der Wasseroberfläche zu balancieren.

Tipp #9 Die Fortbewegung zum Schnorcheln lernen

Wie ich bereits oben beschrieben habe findet die Fortbewegung im Wasser hauptsächlich durch die Flossenbewegung statt.

Halte dafür deine Beine möglichst steif mit einem leicht angewinkeltem Knie.

Mit abwechselnden und sanften Flossenschlägen bewegst Du dich dann entspannt und ohne Hektik durchs Wasser.

Achte darauf, dass Du bei der Aufwärtsbewegung deiner Flossen nicht zu weit aus dem Wasser gerätst, um beim nächsten Flossenschlag wieder Wasser und keine Luft verdrängen kannst.

Der Flossenschlag erfordert natürlich etwas Übung. Achte auf eine gleichmäßige und sanfte Bewegung deiner Beine und hebe die Flossen nicht so weit aus dem Wasser, da sonst unschöne Schläge auf die Wasseroberfläche auftreten, die unsere lieben Freunde da unten schnell verscheuchen würden.

Tipp #10 Das Abtauchen beim Schnorcheln lernen

Schnorcheln lernen heißt auch Abtauchen lernen. Für einen kurzen Ausflug in die tiefere Unterwasserwelt…ja hier kommt das Luft anhalten hinzu, je länger Du das kannst, desto tiefer kannst Du auch tauchen….ist es wichtig korrekt abzutauchen.

Nimm vor dem Abtauchen den Schnorchel aus dem Mund, knick deinen Oberkörper um 90° nach unten und strecke ein Bein gen Himmel. Du wirst fasziniert sein, wie tief Du bereits mit dieser Technik kommen wirst.

Hierzu gehört natürlich etwas Übung, aber wenn Du das perfektioniert hast, sind mühelos 3-5 Meter oder noch viel mehr drin….ohne nur einen Flossenschlag ausgeführt zu haben.

Klingt nicht schlecht, oder?

Willkommen beim Apnoetauchen :)

Tipp #11 Den Druckausgleich lernen

Der Druckausgleich beim Tauchen ist extrem wichtig!

Um Verletzungen vorzubeugen, die nur durch eine Tauchversicherung abgedeckt wären ist es ratsam einen Druckausgleich an deinen Trommelfellen und natürlich auch der Maske herzustellen.

Die einfachste zu erlernende Methode ist die Valsalva Methode.

Hierbei verschließt Du mit 2 Fingern…meistens mit dem Daumen und dem Zeigefinger…deine Nasenflügel, um dann hinterher durch die verschlossene Nase auszuatmen.

Da das natürlich dann nicht mehr funktioniert baust Du einen Druck im Mund-Nasenraum auf, der auch zu deinen beiden Trommelfellen über die Eustachischen Röhren geleitet wird.

Der von außen auf die Trommelfelle wirkende Druck wird dadurch ausgeglichen und Du hast die Möglichkeit noch tiefer zu tauchen.

Wichtig: Du solltest zu keiner Zeit Schmerzen verspüren, und wenn der Druckausgleich einmal nicht funktioniert wird aufgetaucht!

Tipp #12 Das Verhalten im Wasser beim Schnorcheln lernen

Grundsätzlich solltest Du im maritimen Lebensraum nichts aber auch wirklich gar nichts anfassen.

Das ist noch mal viel wichtiger, wenn Du dich unter Wasser mit Flora und Fauna nicht auskennst!

Erstens gibt es viele zum Teil äußerst giftige Fische, die am Anfang gar nicht gefährlich aussehen, aber auch Pflanzen und Korallen/Anemonen können dir schnell den Spaß am Schnorcheln vermiesen.

Zweitens dauert es etliche Jahre, wenn nicht sogar Jahrzehnte, solltest Du, wenns auch nur versehentlich war, etwas an den Korallen abbrechen. Und Korallen brechen zum Teil ziemlich zügig ab. Ein leichter Klaps mit der Flosse reicht bereits aus, um die Koralle für mehrere Jahre in ihrer Entwicklung zurückzuwerfen.

Stell dir doch nur mal vor, wenn jeder der da vorbei schnorchelt irgendwo etwas abbricht. Das das nicht gut für die Koralle ist kannst du dir mit Sicherheit vorstellen.

Der berühmte Ritt auf dem Rücken der Schildkröte gehört auch dazu. Du könntest über deinen Hautkontakt Keime, Viren und sonstige schädlichen Stoffe auf das Tier übertragen…ganz davon abgesehen, dass man so etwas auf keinen Fall machen sollte und das Tier so etwas auch nicht möchte.

Daher ist die goldene Regel beim Schnorcheln: Fasse nichts an, sondern respektiere die Flora und Fauna unter Wasser auf Abstand!

Schnorcheln lernen: Die Ausrüstung

Grundsätzlich kannst Du beim Schnorcheln natürlich jegliche Flossen und Masken benutzen, die Du im Netz finden kannst.

Das da natürlich viel unnützes Zeugs dabei ist brauch ich dir natürlich nicht sagen.

Nach dem Schnorcheln kommt das Apnoetauchen. Wenn Du dich fragst: Was ist Apnoetauchen, dann solltest Du unbedingt einen Blick in diesen Beitrag werfen.

Da der Übergang geradezu fließend ist, und die Meisten beim Schnorcheln lernen auch mal Abtauchen wollen, um der Unterwasserwelt nochmal ein Stückchen näher zu kommen, solltest Du dir unbedingt überlegen direkt in eine Apnoe Ausrüstung zu investieren, bevor Du dein Geld in billiges Schnorchel Equipment steckst.

Hier hast Du gleich mehrere Vorteile, denn die Apnoe Ausrüstung ist deutlich effizienter im Wasser und Du sparst sogar Kraft und Energie, um durchs Wasser zu gleiten.

Zwei Fliegen mit einer Klappe könnte man auch sagen.

Schnorcheln lernen

Die Apnoe Ausrüstung besteht aus:

Fazit

Schnorcheln lernen ist doch eigentlich gar nicht so schwer, oder?

Mit den oben genannten Tipps wird dir dein Einstieg in die Schnorchelwelt mit Sicherheit gelingen.

Achte speziell am Anfang darauf dich nicht zu sehr unter Druck zu setzen und fange das Schnorcheln lernen auch erst einmal im flachen Wasser an. Der Rest kommt fast von ganz alleine.

Wichtig ist, dass Du dich beim Schnorcheln wohl fühlst und dich nicht unter Stress setzt.

Schnorcheln lernen bedeutet aber auch, dass Du dich mit den verschiedenen Ausrüstungsgegenständen vertraut machst.

Ich würde mir an deiner Stelle von Anfang an überlegen direkt in ein paar Apnoe Ausrüstungsteilen zu investieren. Die sind wenn überhaupt nur unwesentlich teurer, aber bedeutend besser als diese überall zu erhältliche und zum Teil viel zu billige Schnorchelausrüstung, an der Du nicht lange Spaß haben wirst.

So ich wünsche dir nun viel Spaß diese Tipps bei deinem nächsten Schnorchelausflug auszuprobieren und umzusetzen.

Bist Du blutiger Anfänger oder warst Du bereits Schnorcheln?

Schreib’s mir gerne unten in die Kommentare.

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Apnoetauchen lernen

Über den Autor

Sebastian ist Gründer von Freitauchen-lernen, Reisejunkie, Apnoetauchlehrer und Videofilmer. Er ist absoluter Fan dieses Sports mit all seinen wunderbaren Facetten und er liebt es angehenden und fortgeschrittenen Apnoetauchern diesen faszinierenden Sport beizubringen und deren Wissen zu vertiefen.

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