Der ideale Umgang mit Strömungen beim Schnorcheln

Strömungen beim Schnorcheln

Strömungen können dir beim Schnorcheln doch schon mal gefährlich werden. Wenn Du aber weißt, welche Arten von Strömungen Du beim Schnorcheln ausgesetzt werden könntest ist das Leben deutlich angenehmer.

Gefahr erkannt Gefahr gebannt halt!

Ganz so schlimm sind Strömungen dann zum Glück doch nicht – solange Du natürlich nicht in einem Wehr Schnorcheln möchtest :)

Dann lass uns mal Eintauchen in die wunderbare Welt der Strömungen beim Schnorcheln.

Viel Spaß beim Lesen.

Die häufigsten Strömungen beim Schnorcheln

Brandungsrückströmungen

Brandungsrückströmungen sind die häufigsten Ursachen für tödliche Unfälle beim Schnorcheln in Strömungen. Oft wird hier durch die anrauschende Strömung eine Rinne ins Meerbett gezogen, wodurch sich diese Strömung dann ergibt.

Das kannst Du dir dann so vorstellen:

Die Strömung trifft auf den Strand auf, strömt dann zur Mitte, wo sich die Rinne befindet, und von dort aufs offene Meer hinaus. Meistens befindet sich die ausgewaschene Rinne direkt in der Mitte der Bucht, wodurch das Wasser dann von hier aus aufs offene Meer hinaus strömt.

Durch die hohen Strömungsgeschwindigkeiten von bis zu 9 km/h hast Du hier nicht den Hauch einer Chance dagegen anzuschwimmen! Das einzige was Du hier so erreichen kannst ist deine vollständige Erschöpfung.

Symptome einer vorliegenden Brandungsrücktrömung:

  • Ruhigeres Wasser in der Mitte im Vergleich zu den Flanken einer Bucht
  • Die typische Rinne am Meeresboden
  • Ausbleiben der typischen Schaumkronen in der Mitte der Bucht
  • Oder genau anders herum: Vermehrt Schaumkronenbildung in der Mitte der Bucht

Driftströmungen

Driftströmungen sind durch Winde hervorgerufene Strömungen, denen Du beim Schnorcheln ganz natürlich ausgesetzt bist. An der Wasseroberfläche sind diese Arten von Strömungen am stärksten und nehmen mit zunehmender Tiefe an Intensität ab.

Ist es also sehr windig, so wirst Du mit diesen Strömungen beim Schnorcheln konfrontiert werden, da wir uns beim Schnorcheln ja hauptsächlich an der Wasseroberfläche aufhalten.

Gezeitenströmungen

Die normalen Gezeitenströmungen treten auf durch die hervorgerufenen Wasserströmungen durch Flut und Ebbe. Bei eintretender Ebbe muss das Wasser natürlich irgendwo hin strömen. Und bei Flut kommt das Wasser dann in die Bucht und Co. zurück geströmt.

Da die Gezeitenströmungen alle 6 Stunden wechseln (2x Ebbe und 2x Flut/Tag) ist es sehr wahrscheinlich, dass Du mit diesen Strömungen beim Schnorcheln rechnen musst. Je nach geologischer Topographie können diese Strömungen heftige oder schwache Auswirkungen beim Schnorcheln haben.

Es gibt Orte auf der Welt, wo Du gegen starke Rückströmungen wirklich keine Chance hast anzuschwimmen. Wohingegen andere Orte/Buchten nur eine ganz schwache Gezeitenströmung aufweisen. Trotzdem solltest Du dir darüber bewusst sein, dass Sie auftreten werden – hier führt definitiv kein Weg dran vorbei :)

Gezeitenströmungen sind also natürliche Strömungen durch die Gravitation von Sonne und Mond.

Durch diese Strömungen gelangt übrigens stets nährstoffreiches Wasser an unsere allerliebsten Korallen und Anemonen. Gut, dass Sie da ist :)

So verhältst Du dich richtig beim Schnorcheln in Strömungen

Strömungen beim Schnorcheln

Die richtige Ausrüstung für Strömungen beim Schnorcheln

Ein gewisser Auftrieb, der dich problemlos an der Meeresoberfläche hält, verschafft dir natürlich erhebliche und bedeutende Vorteile solltest Du auf Strömungen beim Schnorcheln treffen. Theoretisch und auch praktisch kannst Du dich seelenruhig aufs Wasser legen und das Schauspiel beobachten, um dann hinterher mit sanften Flossenschlägen wieder zurück zum Strand zu paddeln. Und das ohne dich in irgend einer Art und Weise auszupowern.

So entspannt haben es normale Badegäste und unerfahrene leider nicht! Deshalb sind wir Schnorchler/Freitaucher schon im klaren Vorteil und können die Strömungen beim Schnorcheln genießen und Sie zu unserem Vorteil nutzen (zum Beispiel mit der Strömung treiben lassen und das Riff regungslos beobachten). Manchmal kommen doch andere Zeitgenossen, die uns ohne Bewegung gar nicht auf dem Schirm haben ;)

Wenn Du den Neoprenanzug dann auch noch mit ein paar guten Apnoe Flossen paarst und eine Maske aufhast, die dir perfekt passt, dann sind Strömungen beim Schnorcheln schon gar nicht mehr so tragisch. Also auf ins Getümmel :)

Die richtige Ausrüstung zum Schnorcheln:

Wichtige Tipps für Strömungen beim Schnorcheln

Strömungen beim Schnorcheln

Gerätst Du irgendwann mal in eine der oben genannten Strömungen beim Schnorcheln ist das oberste Gebot: Ruhe bewahren!

Check deine Lage ein und überprüfe, aus welcher Richtung die Strömung kommt und wie Du dich im Wasser bewegst.

Mit entsprechender Ausrüstung wirst Du diese Strömungen beim Schnorcheln mit Leichtigkeit entgegen gucken.

Wenn Du in eine Brandungsrückströmung oder auch Rippströmung geraten bist, wird dich die Strömung vom Strand weg ziehen. Hier ist es wichtig, dass Du nicht gegen die Strömung schnorchelst – das hat nämlich absolut 0 Sinn. Die Strömung ist deutlich stärker als Du und ausdauernder sowieso.

Lass dich einfach in aller Seelenruhe von ihr tragen und schnorchel parallel zum Strand von ihr weg.

Mit jedem Meter, den Du zurück legst wird die Rippströmung schwächer und schwächer. Das wirst Du schnell merken – genieß die kleine Auszeit. :)

Solltest Du weit genug geschnorchelt sein und die Strömung deutlich an Kraft verloren haben, kannst Du langsam überlegen gemütlich zum Strand bzw. zur Bucht zurück zu Schnorcheln.

Hier nochmal kurz und knapp:

  • Lage checken
  • Entspannt bleiben
  • Nicht gegen die Strömung Schnorcheln
  • Seitlich von der Strömung weg Schnorcheln
  • Mit genug Entfernung wieder in Richtung Strand Schnorcheln

Fazit

Strömungen gehören zum Schnorcheln genauso, wie Nutella auf mein erstes halbes Brötchen am Morgen :)

Ohja, ich liebe Nutella :-)

Vertraue auf deine Fähigkeiten und schnorchel nicht gegen die Strömung an – das hat leider keinen Sinn, auch wenn Du noch so gut schwimmen kannst und Power in deinen Beinen hast wie ein Bär.

Check deine Lage ein und beobachte, wohin dich die Strömung trägt. Ist es nur eine normale Driftströmung, die dich parallel am Riff entlang trägt? Bingo. Wenn Du noch dazu ein paar Meter vor deinem Hotel in die Strömung eingestiegen bist, dann darfst Du den Rest des Weges genießen.

Trägt dich die Strömung aber aufs offene Meer hinaus, dann musst Du das beobachten und dich entspannen. Panik bringt hier leider nichts – und vor allem brauchst Du auch gar keine haben.

Schwimm hier einfach parallel zum Strand von der Strömung weg. Meistens handelt es sich um eine sogenannte Rippströmung, die dich über einen Rinne des Meeresbodens nach draußen trägt.

Ruhe bewahren, seitlich von wegschnorcheln und hinterher erst wieder den Strand anvisieren. Fertig. Jetzt hast Du dir dein Deko Bier verdient :)

So ich hoffe dir hat dieser kleine Ausritt auf den verschiedenen Strömungen beim Schnorcheln gefallen und Du konntest ein paar hilfreiche Infos mitnehmen.

Welche Erfahrungen hast Du mit Strömungen beim Schnorcheln gemacht? Bist Du mal in Panik verfallen?

Schreib’s mir gerne unten in die Kommentare.

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Über den Autor

Sebastian ist Gründer von Freitauchen Lernen, Reisejunkie, Apnoetauchlehrer und Videofilmer. Er ist absoluter Fan dieses Sports mit all seinen wunderbaren Facetten und er liebt es angehenden und fortgeschrittenen Apnoetauchern diesen faszinierenden Sport beizubringen und deren Wissen zu vertiefen.

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