Warum haben einige Menschen eigentlich Angst vor tiefem Wasser?

Wieso trauen Sie sich nicht den Fuß ins Wasser zu stellen, um diese wunderschöne Unterwasserwelt zu beobachten?

Dabei gibt es doch so viel zu entdecken…unsere Korallenriffe, aber auch die heimischen Seen sind teilweise atemberaubend.

Oft spielt die Psyche uns einen Streich.

Die können wir aber gezielt austricksen, und die Angst vor tiefem Wasser löst sich schon bald in Luft auf.

In diesem Artikel möchte ich dir 4 Tipps mitgeben, um deine Angst vor tiefem Wasser spielend zu reduzieren, damit der Spaß im Wasser endlich im Vordergrund steht.

Viel Spaß beim Lesen.

Woher kommt die Angst vor tiefem Wasser?

Die Angst vor tiefem Wasser liegt meist tief in uns…diese Ungewissheit, was Da unter unseren Füßen so herum irrt. Es gibt so große und gefährliche Tiere, die nur auf mich warten, und wenn ich erst einen Fuß ins Wasser setze, dann kommen direkt alle gefährlichen Haiarten auf mich zu, und knabbern an meinen Füßen.

Das ganze Wasser könnte plötzlich einfach so verschwinden, und Du fällst einfach ins Bodenlose….dass das nicht so ist, ist dir an Land bewusst…aber im Wasser ohje ohje.

All das steckt tief in unserer Psyche, da wir dem meistens schutzlos ausgeliefert sind. Im Wasser kannst Du halt nicht mal eben innerhalb von einer Sekunde raus, und dich quasi retten.

Nur wie kannst Du dich am besten auf diese Situationen vorbereiten?

Wie ist es möglich entspannt am Riff herum zu schnorcheln, und die wunderbare Unterwasserwelt gemütlich und relaxed zu erkunden und zu erforschen….neues zu entdecken?

Welche Auswirkungen hat die Angst vor tiefem Wasser auf uns?

Deine Angst vor tiefem Wasser hat direkten Einfluss auf deine körperliche und psychische Verfassung. Die Angst lähmt dich förmlich, und an einen entspannten Schwimm-, Schnorchel- oder Tauchausflug ist im geringsten nicht zu denken.

Neben einer erhöhten Atmung und Herzrasen, was letztendlich zur Atemnot führen kann, kommen noch andere Symptome zum Vorschein, von denen dir mit Sicherheit einige bekannt vorkommen könnten.

Die erhöhte Aufmerksamkeit deines Körpers führt zu einer extrem angespannten Haltung, und die Vorbereitung auf eine mögliche Gefahr. Dein Körper befindet sich in einer Art Kampfhaltung.

Weitere Symptome und Reaktionen deines Körpers auf Angst:

  • Erhöhter Blutdruck
  • Herzrasen
  • Muskelanspannung
  • Schnellere Atmung
  • Schwitzen, Zittern und Schwindel
  • Atemnot
  • Körperliche Anspannung und Unruhe

4 Tipps mit denen Du deine Angst vor tiefem Wasser los wirst

Angst vor tiefem Wasser

Um deine Angst vor tiefem Wasser zu bekämpfen, bzw. eigentlich wollen wie Sie gar nicht bekämpfen…es ist gut, dass der Respekt vor tiefem Wasser da ist…es ist ja auch ein wenig Selbstschutz darin verborgen, möchte ich dir jetzt 4 Tipps mitgeben.

Du bist nicht allein mit deiner Angst vor tiefem Wasser, denn ich habe von diesem Problem schon ziemlich oft gehört, und deswegen möchte ich dir diesen kleinen Artikel mitgeben.

Denn nur, wenn Du auch wirklich entspannt bist, macht das Entdecken unserer schönen Unterwasserwelt auch deutlich mehr Spaß….die Angst kann dann gerne am Strand oder im Boot bleiben.

Wenn Du nämlich entspannt bist, und du deine Angst vor tiefem Wasser abgelegt hast, dann kannst Du auch viel länger deine Luft anhalten und das Apnoetauchen genießen.

Kommen wir aber endlich zu den 4 Tipps, um deine Angst vor tiefem Wasser etwas abzumildern, damit der Spaß im Wasser endlich im Vordergrund steht.

#1 Taste dich langsam an das tiefe Wasser heran

Angst vor tiefem Wasser

Direkt vom Boot ins offene Wasser springen? Das macht schon Spaß, aber sowas ist absolut nicht zielführend. Kein Wunder, dass Du da Angst hast ins offene und tiefe Wasser zu springen.

Wie stellst Du das jetzt am besten an?

Am besten ist es, wenn Du mit einer seichten Bucht, und hellem Sandboden anfängst…das Wasser sollte wirklich maximal Hüfthoch sein, so dass Du dich da ganz langsam an das Wasser gewöhnst.

Erkunde die Unterwasserwelt und erforsche, was es da auf dem Sandboden alles so zu entdecken gibt. Am besten eignet sich hier ein sonniger Tag an, so dass das Wasser lichtdurchflutet und wirklich wohltuend ist.

Wenn Du dich dann langsam wohler und auch sicherer fühlst, kannst Du dich langsam etwas weiter nach außen in Richtung Riffkante vorwagen.

An der Riffkante angekommen fällt das Wasser (zum Beispiel in Ägypten) dann meistens so auf 10 – 30 Meter Wassertiefe ab….also perfekt zum Schnorcheln und Apnoetauchen.

Bleib die nächste Zeit einfach an dieser Riffkante und genieße die Sicherheit, die dir diese Riffkante bietet. Entspanne dich und versuch auch erst einmal die nächsten Tage hier hin wieder zu kommen….bis du wirklich komplett Tiefenentspannt bist.

Das ist wichtig, denn es steigert auch deine Sicherheit im Wasser. Wenn Du dich sicher fühlst, kann auch weniger passieren…für alles andere ist eine gute Tauchversicherung da, wie zum Beispiel der von aquamed.

#2 Bereite dich mental auf das tiefe Wasser vor

Angst vor tiefem Wasser

Hört sich schwerer an als es wirklich ist…versprochen!

Das geht auch ganz einfach.

Stell dir einfach vor, wie es sein wird, wenn Du das Wasser betrittst, dich so langsam an die Wassertemperatur gewöhnst, um dich dann ganz langsam ins Wasser gleiten zu lassen.

Die Wassertiefe ist gerade mal bei 0,5 – 1 Meter, also immer noch schön flach…dir kann also nichts passieren.

Du stellst dir vor, wie Du zum Beispiel beim Schnorcheln in Richtung der Riffkante, das Wasser langsam aber sicher immer tiefer wird. Die Sonnenstrahlen schimmern auf dem Boden, Du kannst aber gefühlte 40 Meter weit gucken unter Wasser.

Das Wasser ist jetzt ca. 3 Meter tief, und Du kannst schon die Riffkante ganz weit vor dir sehen….dahinter wirds dunkel….das tiefe Wasser beginnt.

An der Riffkante angekommen, das Wasser ist jetzt ca. 5-6 Meter tief, kannst Du über die Riffkante ins offene und weite blaue Meer gucken.

Du siehst den Sandboden, der mit einigen mit Korallen bewachsenen Blöcken versehen ist, die da unten verstreut auf 15 Meter herum liegen.

Du schwimmst über die Riffkante und plötzlich kommt eine kleine Schildkröte auf dich zu und umkreist dich ganz neugierig. Nach dieser Begegnung schwimmst Du wieder zurück und fühlst dich einfach gut nach diesem kleinen Treffen mit der Schildkröte.

Die mentale Vorstellungskraft wird dir helfen dich auf Sachen vorzubereiten….deine Angst vor tiefem Wasser zu nehmen oder zumindest zu reduzieren.

Das mentale Training kannst Du nicht nur bei Ängsten anwenden, sondern auch vor einem Vorstellungsgespräch, einer sportlichen Herausforderung, oder einfach nur einer Tätigkeit, vor der Du dich nicht so wohl fühlst.

Es wird dir helfen….versprochen.

#3 Lasse deine Angst vor tiefem Wasser zu

Angst vor tiefem Wasser

Ängste zuzulassen heißt abzuschalten. Man kann gegen die inneren Ängste nicht ankämpfen, sondern du kannst Sie akzeptieren und als Teil von dir annehmen.

Die ursprüngliche Angst vor Spinnen oder Haien kann man auch nicht mal eben so abschalten, wie einen Schalter, der mal schnell umgelegt wird.

Du musst dich langsam an die Situation herantasten, erstmal mit kleineren Haiarten, Spinnen oder auch flachem Wasser anfangen, bevor man sich mit dem großen Übel konfrontieren sollte.

Erst so wird es dir gelingen deine Angst vor tiefem Wasser zu überwinden, und Du wirst dich bald schon entspannt im tiefen Wasser wieder sehen. Klingt gut, oder?

Wichtig, ist das Du dich nicht unter Druck setzt und ins kalte Wasser springst!

Was ich damit meine? Du solltest, wenn Du Angst vor tiefem Wasser hast, auf gar keinen Fall einfach so vom Boot ins tiefe Wasser springen, und hoffen, dass diese Angst bald schon verschwindet, wenn Du dich ihr aussetzt.

Du musst behutsam damit umgehen und dich langsam heran tasten.

Erst so wirst Du sicherer und entspannter mit der Situation umgehen können.

#4 Lerne die Lebewesen kennen und verliere die Angst vor tiefem Wasser

Die Angst vor dem Unbekannten unter Wasser kann so groß sein, aber welche Gefahr lauert eigentlich da unten?

Welche Fische könnten dich von da unten angreifen?

Es gibt so viele Haie da unten, die alle hungrig und gefährlich sind, oder?

Ja, und Sie wollen alle nur dich :)

Es gibt über 500 verschiedene Haiarten, von denen letztendlich nur 10 wirklich gefährlich für uns Menschen sind. Wenn Du Sie identifizieren kannst, und weißt, wo sich die so rumtreiben, dann wirst Du dich schon deutlich sicherer im Wasser fühlen. Meistens ist die Angst vor den Haien unbegründet, denn es sind hauptsächlich 10 verschiedene Haiarten für einen Angriff auf uns Menschen verwantwortlich.

Je nach Region, wo Du ins Wasser gehst, solltest Du dich grundsätzlich von Quallen jeglicher Art fernhalten, wenn Du Sie nicht kennst. Es gibt Quallen, wie der Potugiesischen Galeere, die mit meterlangen Tentakeln ausgestattet ist, die bis zu 50 Meter lang werden können. Bevor Du also die Qualle zu Gesicht bekommst, kannst Du dich schon in den Tentakeln verfangen haben.

Ein weiterer recht gefährlicher Geselle ist der Riesen-Drückerfisch, der sich auch in Ägypten sehr wohl fühlt. Direkt an der Oberfläche wird er aber kaum jemanden angreifen.

Lerne hier die 20 gefährlichsten Meerestiere der Welt kennen.

Erst wenn Du dich etwas mit den unter Wasser lebenden Tieren auseinander gesetzt hast, wirst Du die Angst vor tiefem Wasser schon erheblich verlieren.

Fazit

Mit der Angst vor tiefem Wasser bist Du nicht allein…das ist doch schon mal ein kleiner Trost, oder?

Wichtig ist, dass Du dich nicht unter Druck setzen solltest, um deine Angst vor tiefem Wasser abzubauen, oder zu mildern.

Fang immer ganz langsam an…Rom wurde auch nicht an einem Tag erbaut.

Halte dich doch einfach mal ein paar Stunden in etwas flacherem Wasser auf, und bleib so lange dort, bis Du dich wohl und vor allem sicher fühlst.

Du musst niemandem etwas beweisen…der Spaß im Wasser sollte doch an erster Stelle stehen…es gibt so viele schöne Dinge zu erkunden da im Wasser.

Erst wenn Du dich wirklich sicher fühlst, kannst Du den Schwierigkeitsgrad und die Wassertiefe etwas vergrößern. Mache als nächstes den Schritt in Richtung 2-3 Meter Wassertiefe, und bleibe auch da so lange, wie Du möchtest.

Und so steigerst Du dich ganz langsam aber sachte, bis Du dich dann irgendwann an der Riffkante wieder siehst, und sie sogar hinter dich lässt….bei voller Tiefenentspannung.

Eine weitere Möglichkeit ist es dich beim Indoor Tauchen an tiefes Wasser zu gewöhnen. Da kann dir, wenn Du dich an grundsätzliche Sicherheitsmaßnahmen hältst kaum etwas passieren, und Du kannst etwas mit deiner Angst vor tiefem Wasser spielen und Dinge ausprobieren.

Der nächste Schritt ist die Kenntniss darüber, was sich da unten eigentlich so herum treibt. Welche Fische oder Haie können dir eigentlich gefährlich werden und wo treiben Sie sich so herum. Wenn Du auch das geschafft hast, dann wirst Du schon deutlich weniger Angst vor tiefem Wasser haben.

Ich hoffe ich konnte dir mit diesem Artikel etwas helfen, und Du wirst schon bald deutlich mehr Freude an der wunderschönen Unterwasserwelt haben.

Setz dich einfach nicht unter Druck und lasse es ganz entspannt angehen. Safety first….für alles andere gibt es eine Tauchversicherung.

Hattest Du schonmal Angst vor tiefem Wasser?

Schreib’s mir gerne unten in die Kommentare.

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Apnoetauchen lernen

Über den Autor

Sebastian ist Gründer von Freitauchen-lernen, Reisejunkie, Apnoetauchlehrer und Videofilmer. Er ist absoluter Fan dieses Sports mit all seinen wunderbaren Facetten und er liebt es angehenden und fortgeschrittenen Apnoetauchern diesen faszinierenden Sport beizubringen und deren Wissen zu vertiefen.

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